Archiv für November, 2007
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Markus am 29.11.07 um 9:11 pm Uhr

Absolut der Hammer!

Music's my life

Mal wieder g’scheid head-ge-banged.

Motorhead im Zenith in München. Und so geil!

Motorhead - Ticket

Markus am 19.11.07 um 10:46 pm Uhr

Installation von Debian inclusive RAID1

Config, Debian, Linux Tools

Wie bereits hier geschrieben, kann man unter debian ein RAID 1 Array nachträglich aufsetzen. Das ganze ist aber auch während der Installation möglich.

Folgende Voraussetzungen sind erforderlich:

1. Ein Computer :-)
2. Mindestens zwei Festplatten (möglichst gleicher Typ / gleiche Größe)
3. Eine Möglichkeit debian zu installieren (CDs, DVDs, Netinstall)

Hier meine Vorgehensweise:

1. Installation bis zum Punkt Partitionierung wie gehabt.

2. Zum Zeitpunkt der Partitionierung werden beide (alle) Festplatten, die in das RAID-Array sollen gleichmäßig partitioniert.

a) Select “FREE SPACE”, dann < Enter >
b) “Create a new partition”, dann < Enter >
c) Größe auswählen, dann < Enter >
d) Select Primary bzw. Logical, dann < Enter >
e) Beginning, dann < Enter >
f) Use as, dann < Enter >
g) Auswahl von “physical volume for RAID”, dann < Enter >
h) Auswahl von “Done setting up tthe partition”, dann < Enter >

3. Diese Vorgehensweise für das komplette Partitionsschema für Festplatte 1 wiederholen.

4. Die Punkte 2 und 3 sind ebenfalls für alle anderen Platten des Arrays anzuwenden!

Nachdem diese Punkte erledigt sind, ist das RAID zu konfigurieren

5. Software RAID Konfiguration

a) Auswahl von: “Configure software RAID”, dann < Enter >
b) Auswahl von: “Yes” to “Write the changes to the storage devices and configure RAID?”, dann < Enter >

6. Konfiguration der Partitionen

a) Auswahl von: “Create MD device”, dann < Enter >
b) Auswahl von: “RAID1″, dann < Enter >
c) Auswahl von: “2″ for “Number of active devices for the RAID1 array” (falls mehr Platten, dann die Zahl entsprechend anpassen)
d) Auswahl von: “0″ for “Number of spare devices for the RAID1 array”
e) Auswahl der 1. Partition der ersten Platte, dann < Enter >
f) Auswahl der 1. Partition der zweiten Platte, dann < Enter >
g) Auswahl von “Continue”, dann < Enter >

Diese Schritte sind für alle weiteren RAID-devices zu wiederholen.

7. Setup der Mount Points für die RAID-Partitionen

a) Auswahl des ersten RAID-Devices, dann < Enter >
b) Auswahl von: “Use as”, dann < Enter >
c) Auswahl des Filesystems (ext3), dann < Enter >
d) Auswahl des Mount-Points (z.B. /boot), dann < Enter >
e) “Done Setting up the Partition, dann < Enter >

Diese Vorgehensweise für alle Partitionen wiederholen. Wenn alle RAID-Devices ihrem Verwendungszweck zugeführt sind, dann kann die Installation wie üblich fortgeführt werden.

Nachdem ich das System soweit installiert hatte, und das booten funktionierte, habe ich das RAID-Array angeschaut (cat /proc/mdstat). Und siehe da, nicht alle Partitionen waren vollständig. Aber, das entsprechende Device konnte einfach eingebunden werden: mdadm /dev/mdx -a /dev/sdby. Anschließend werden die Daten synchronisiert, und das RAID-Array ist fertig.

An dieser Stelle beginnt das Testen: Ein Laufwerk trennen, booten, schauen…

Und auch hier hat sich ein Problem bemerkbar gemacht. Der grub war nur auf einer Platte installiert. Wenn diese nicht vorhanden war, dann konnte nicht in das System gebootet werden. Das ist natürlich tödlich, wenn eine Platte defekt ist. Aber, der grub kann selbstverständlich nachträglich installiert werden. Dazu als root grub ausführen.

Nach dem starten (dauert ‘ne drittel Ewigkeit) folgendes eingeben:

grub> device (hd0) /dev/sdb
grub> root (hd0,0)
grub> setup (hd0)
grub> quit

Damit wird auf der Platte, die kein grub hat (in diesem Falle sdb) der MBR nachinstalliert. Probieren, und es geht.

Wenn eine Platte defekt ist (aus welchem Grunde auch immer), dann erkennt man das in der Ausgabe von cat /proc/mdstat
md7 : active raid1 sda8[0] sdb8(1)(F) 176803200 blocks [2/1] [U_]
Es ist erkennbar, dass sdb8 fehlt. Wenn sie neu eingebunden werden soll, dann folgenden Befehl verwenden:

mdadm /dev/mdx -a /dev/sdby

Eine Platte aus dem RAID-Array entfernen mit: mdadm /dev/mdx -r /dev/sdby

Damit wären die wichtigsten Schritte zu erhöhter Datensicherheit durch RAID-1 auf einem debian-System getan.

Markus am 18.11.07 um 6:18 pm Uhr

RAID 1 auf einem installierten Debian - System

Config, Debian, Linux Tools

Auf einem Debian-System ist es möglich nachträglich RAID 1 zu installieren. Dazu gibt es eine sehr gute Anleitung im Netz.

Nach dieser Anleitung habe ich das Ganze durchgeführt, und es hat funktioniert. Dabei sind mir zwei Dinge als bemerkenswert aufgefallen:

1. Bei der Installation von mdadm (apt-get install mdadm) wird von debian automatisch eine neue initrd.img erzeugt. In der sind die Treiber für RAID schon integriert.

2. Ich habe es auf einem System mit unterschiedlichen Filesystemen nicht zum Laufen gebracht. (Einige Partitionen waren ext3 und andere ext2). Damit ist das System ständig beim booten stehen geblieben. Ich konnte das auch nicht umgehen. Es war also eine Neuinstallation notwendig, bei der alle Partitionen das gleiche Filesystem aufwiesen.

3. Unter step 1 - Setting up the boot-manager wird der neue Eintrag für den angepaßten Kernel beschrieben. Dabei steht so ganz nebenbei “… Insert a copy of this paragraph just above it … “. Dabei ist großer Wert auf das above zu legen. Ich habe es nämlich “below” gemacht. Ist im Grunde nicht weiter tragisch. Nur: nach der erfolgreichen Installation und sämtlichen (ebenfalls erfolgreichen) Tests war ich beim nächsten Reboot nicht sonderlich vorsichtig. Und dann hat das System mit dem alten Kernel gebootet, da der ja default war. Und bei der Gelegenheit wurde das Ganze Array zerschossen, so dass an ein booten überhaupt nicht mehr zu denken war! Also Vorsicht! Lieber den neuen Kernel als ersten Eintrag einfügen.

Übrigens: Die Maschine mit dem installierten RAID hat ein Mainboard von Asus (ASROCK ALiveNF6G-DVI) Dieses sollte ja RAID per default können. Leider scheint das nur Software-RAID zu sein. Und in diesem Fall benötige ich auch noch die Linux-Treiber. Also, dann kann ich gleich Linux-RAID verwenden.

Eine weitere Anleitung zur Installation von Software RAID 1 auf einem debian-System findet sich hier.

Markus am 12.11.07 um 10:05 pm Uhr

Auflösung des X-Servers konfigurieren

Config, Debian, Linux Tools

Wenn nach der Installation eines Debian-Systems die Auflösung nicht stimmt (weil man bei der Konfiguration während der Installation nichts eingegeben hat), dann reicht es nicht, die entsprechenden Werte in /etc/X11/xorg.conf einzutragen. Es müssen nämlich noch weitere Werte geändert werden. Folgender Befehl führt die Konfiguration automatisch neu durch:

dpkg-reconfigure -phigh xserver-org

Dann kann man seine gewünschte Auflösung einstellen, und nach einem Neustart des X-Servers wird diese übernommen.

Markus am 11.11.07 um 11:05 pm Uhr

DNS-Auflösung hinter Router funktioniert nicht

Config, Debian

Nach der Installation eines Debian-Systems funktionierte die DNS-Auflösung nicht. Netzwerkkarte war konfiguriert. Alles war ok, nur keine Namensauflösung.

Die Lösung: in der Datei /etc/resolv.conf folgende Zeile einfügen:

nameserver 192.178.168.1

Dabei muss die IP-Adresse die des lokalen Nameservers sein. In diesem Fall die der Fritzbox. Schon ging die DNS-Namensauflösung.

Markus am 01.11.07 um 4:20 pm Uhr

Debian Boot via Network

Debian, Linux Tools

Eine weitere Möglichkeit, um Debian zu installieren, ist via Networkboot. Dazu wurde im Debian-Manual eine Seite gespendet. Ich möchte dazu nur noch einige weitere Anmerkungen machen.

Zuerst: Das Booten vom Netz muß vom BIOS unterstützt werden. Ich nutze ein MainBoard von ASROCK ALiveNF6G-DVI. Das unterstützt diese Form der Installation. Aber: Ein Booten via Bootpd ist nicht möglich! Ohne DHCP-Server geht es nicht. (AFAIK).

Was benötigt man jetzt also?

1. Die Boot-Files.
2. Einen DHCP-Server
3. Einen TFTP-Server, der das Image ausliefert

Wie geht man vor?

1. Die Boot-Files holen. Dazu verwendet man das netboot.tar.gz zum Beispiel von hier. Weiterhin legt man ein Verzeichnis an, von dem der tft-Server später die Daten ausliefern soll. Bei mir: /srv/tftpd/debian_netboot. Dorthin kopiert man das File und entpackt es: tar -xzf netboot.tar.gz. Das war’s für’s Erste.

2. DHCP-Server einrichten.
Dazu diesen unter Debian installieren. apt-get install dhcpd3-server. Anschließend so konfigurieren, dass er die zu installierende Maschine mit IP-Adresse versorgt.
Das Config-File des DHCP-Servers liegt in /etc/dhcp3/dhcpd.conf. Es muss mindestens folgender Eintrag vorhanden sein:

option domain-name “gimme-th.at“;
option subnet-mask 255.255.255.0;
default-lease-time 600;
max-lease-time 7200;
allow booting;
allow bootp;

server-name “teutates“;
subnet 192.168.178.0 netmask 255.255.255.0 {
range 192.168.178.200 192.168.178.235;
option routers 192.178.168.1;
}

group {
next-server 192.168.178.30;
host belenus {
hardware ethernet 00:13:8F:DC:2F:5A;
filename “/srv/tftpd/debian_netboot/pxelinux.0“;
fixed-address 192.168.178.105;
}
}

Dieser Eintrag muss so angepaßt werden, dass er der vorhandenen Netztopologie angepaßt ist. Weiterhin ist die Hardware-Adresse des zu bootenden Rechners einzutragen! Alles fett gedruckte muss geändert werden!
Nachdem dieser Eintrag vorhanden ist, und der dhcp-Server neugestartet wurde /etc/init.d/dhcp3-server restart, kann man den Computer, der installiert werden soll, neu starten. (Vorher im BIOS die Netzwerkkarte als Boot-Device aktivieren!)

Jetzt sollte man im Boot-Screen zumindest schon mal sehen, ob die Maschine eine IP-Adresse bekommt. Und dann auch noch die richtige :-)

Der nächste Schritt ist den tftp-Server einzurichten. Ich empfehle tftp-hpa (apt-get install tftp-hpa) zu verwenden.
Diesen dann starten: /usr/sbin/in.tftpd -l -s / -vvvvv.
Das -l aktiviert das Logging des Servers. Ist wichtig, damit man in /var/log/daemon.log und /var/log/syslog ausreichende Informationen bekommt, ob der Server jetzt Files ausliefert, und wenn nicht, warum nicht. Hinter -s kommt der Pfad, von dem aus der tftpd arbeitet. Achtung! Ich hatte hier zuerst /srv/tftpd/debian_netboot eingetragen. Und dann ging es nicht. Scheinbar ist es so, dass diese Pfadangabe die ist, ab der der tftpd die Anfrage relativ bewertet. Deshalb habe ich hier nur einen “/” eingetragen. Das -vvvvv erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der tftpd viele Logging-Informationen schreibt.

Gut, jetzt läuft der tftp-Server. Jetzt nochmal zurück in das Verzeichnis des netboot-Directories. Der Debian-Loader ist ./pxelinux.0 Anschließend erwartet der relativ dazu in ./pxelinux.cfg/… ein File, das die Konfiguration für das Booten enthält. Standardmäßig liegt dort ein default File. Damit das Booten schneller geht, sollte man darauf einen Softlink mit folgendem Filename erstellen: 00-00-00-00-00-00. Wobei die Nullen durch die Mac-Adresse des zu bootenden Rechners zu ersetzen sind. Bei mir war das dann: ln -s default 00-13-8F-DC-2F-5A. Mit dem default-File geht es auch, aber vorher sucht der Installer alle anderen möglichen Files ab, und das kann man sich ja durchaus sparen!

Ab jetzt läuft die Installation, wie bei Debian typisch ab. Ohne Probleme also =:-). Alle weiteren Pakete werden von den Debian-FTP-Servern geholt.

Fazit: Um einen Rechner über netboot zu installieren, ist ein tftp-hpa und ein dhcp-Server einzurichten. Es ist das File netboot.tar.gz zu verwenden.

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